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Rehber

Brute-Force-Erkennung mit Windows-Ereignis-ID 4625: Vollständige Anleitung

Wie man fehlgeschlagene Anmeldeversuche über das Sicherheitsprotokoll erkennt, welche Anmeldetypen kritisch sind, die Bedeutung von SubStatus-Codes und SQL-Regeln für Echtzeitalarme.

K
Kerem M.
💡
Für wen ist es nützlich?SystemAdministratoren, die Windows Server verwalten, SOC-Analysten und SIEM-Regelautoren. Technisches Niveau: mittel. Einführende Informationen: Windows-Ereignisanzeige, grundlegendes SQL.

Fehlgeschlagene Anmeldeversuche, Angriffeist das häufigste Startsignal. Fast alle Angreifer, von Ransomware-Banden bis hin zu Penetrationstestteams, versuchen, AnmeldeInformationen zu erraten, um ersten Zugriff auf Windows-Systeme zu erhalten. Gute Nachrichten: Windows schreibt diese Versuche in das Sicherheitsprotokoll. Schlechte Nachrichten:Niemand liest diese Protokolle.

In diesem Leitfaden gehen wir ausführlich auf die Windows-Ereignis-ID 4625 ein: Welche Felder sind wichtig, was LogonTypes bedeuten, wie man SubStatus-Codes liest und vor allem –SIEM-Regeln für die Brute-Force-Erkennung in Echtzeitwie man schreibt.

Was ist die Ereignis-ID 4625?

Die Ereignis-ID 4625 bedeutet „Anmeldung eines Kontos fehlgeschlagen“ im Windows-Sicherheitsprotokoll. Dieses Ereignis wird generiert, wenn ein Konto erfolglos versucht, sich anzumelden – falsches Passwort, nicht vorhandener Benutzer, deaktiviertes Konto usw.

Dieses Ereignis im Sicherheitsprotokoll,Audit-AnmeldungTritt auf, wenn die Richtlinie aktiv ist. In modernen Windows Server-Versionen (2016+) ist es standardmäßig aktiviert.

🎯
Kritische Bereiche: TargetUserName, IP-Adresse, LogonType, SubStatus, Arbeitsstationsname. Die Qualität einer Brute-Force-Erkennung hängt von Ihrer korrekten Interpretation dieser 5 Felder ab.

Struktur eines 4625-Ereignisses

Eine typische XML-Ausgabe sieht (vereinfacht) so aus:

<EventData>
  <Data Name="SubjectUserSid">S-1-5-18</Data>
  <Data Name="SubjectUserName">DC01$</Data>
  <Data Name="TargetUserName">Administrator</Data>
  <Data Name="TargetDomainName">COMPANY</Data>
  <Data Name="Status">0xC000006D</Data>
  <Data Name="SubStatus">0xC000006A</Data>
  <Data Name="LogonType">3</Data>
  <Data Name="AuthenticationPackageName">NTLM</Data>
  <Data Name="Arbeitsstationsname">ATTACKER-PC</Data>
  <Data Name="IP-Adresse">203.0.113.45</Data>
  <Data Name="IpPort">49832</Data>
</EventData>

Dieses Ereignis sagt uns:

Anmeldetypen verstehen

LogonType des AnmeldevorgangsWiezeigt, dass es geschafft wurde. Die Erkennungspriorität ist jeweils unterschiedlich.

Tip Name Bedeutung Brute-Force-Risiko
2 interaktiv Konsole/Tastatur (physische Sitzung) Mittel
3 Network SMB, network share, RPC Hoch
4 Batch Scheduled task Niedrig
5 Service Start des Windows-Dienstes Niedrig
7 Unlock Screen unlock Niedrig (aber es gibt ein Stalker-Szenario)
8 NetworkCleartext Clear text network auth Hoch (normalerweise Fehlkonfiguration)
10 RemoteInteraktiv RDP oturumu Sehr hoch
11 ZwischengespeichertInteraktiv AnmeldeInformationen zwischenspeichern Niedrig

Die drei kritischsten Typen sind:Typ 3 (Netzwerk), Typ 10 (RDP)UndTyp 8 (Klartext). Bei diesen drei sollten zuerst Brute-Force-Alarme ausgelöst werden.

LogonType 10 — RDP Brute Force

RDP (Remote Desktop Protocol) Brute Force ist einer der beliebtesten Eintrittsvektoren von Ransomware-Banden im Zeitraum 2023–2024. Wenn ein einzelner RDP-Port zum Internet geöffnet ist, werden Sie in Shodan angezeigt.Dauert weniger als 48 Stunden.

⚠️
Aktuelle Daten:Sofort auf Shodan.iomehr als 4 MillionenPort 3389 (RDP) scheint ein offenes System zu sein. Bei den meisten davon handelt es sich um kleine/mittlere Unternehmen, die hinter NAT stehen, darunter auch Türkei.

Lesen von SubStatus-Codes

SubStatus Feld, ein AnmeldeversuchWarum scheitert es?sagt, dass es so ist. Dieser Code wirkt sich direkt auf die Qualität Ihrer Brute-Force-Erkennung aus.

SubStatus Bedeutung Angriffsanzeige
0xC0000064 User not found Benutzeraufzählung (Benutzer-Browsing)
0xC000006A falsches Passwort Brute force
0xC0000234 Konto gesperrt Erfolgreiche Sperrung (Angreifer hat das Limit überschritten)
0xC0000072 Konto deaktiviert Altes Konto ausprobieren (sollte)
0xC0000193 Konto abgelaufen altes Konto
0xC0000070 Arbeitsplatzbeschränkung Versuch von unbekanntem Ort aus
0xC0000071 Passwort abgelaufen niedrige Priorität
0xC0000133 Zeitunterschied Saat senkronu sorunu

Die beiden kritischsten Codes für die Erkennung sind: 0xC0000064 (Benutzerzahl) und 0xC000006A (brutale Gewalt). Wenn Sie beides kombinieren, erfassen Sie beide Phasen des Angriffs.

Regeln für Echtzeitalarme

Theorie reicht. Jetztpraktisch. 4 Grundregeln, die Sie in Ihr SIEM schreiben sollten:

Regel 1: Klassische Brute Force

10+ fehlgeschlagene Anmeldungen in 10 Minuten von derselben IP.

AUSWÄHLEN 
    src_ip,
    COUNT(*) AS fail_count,
    ARRAY_AGG(DISTINCT username) AS target_users,
    MIN(ts) AS erster_Versuch,
    MAX(ts) AS last_attempt
AUS Protokollen
WHERE event_type = 'auth'
  AND Aktion = 'login_fail'
  UND event_id = 4625
  AND (extra->>'sub_status') = '0xC000006A'
  AND ts > NOW() - INTERVALL '10 Minuten'
  UND src_ip IST NICHT NULL
  UND src_ip != ''
GROUP BY src_ip
HAVING COUNT(*) >= 10;

Regel 2: Credential Stuffing

von der gleichen IPmit unterschiedlichen Benutzern5+ fehlgeschlagene Anmeldungen – das ist kein klassischer Brute-Force-Angriff.Liste gestohlener Zugangsdatenversuchen.

AUSWÄHLEN 
    src_ip,
    COUNT(*) AS fail_count,
    COUNT(DISTINCT username) AS unique_users,
    ARRAY_AGG(DISTINCT Benutzername ORDER BY Benutzername) AS-Benutzer
AUS Protokollen
WO event_id = 4625
  AND ts > NOW() - INTERVALL '15 Minuten'
  UND src_ip IST NICHT NULL
GROUP BY src_ip
HAVING COUNT(DISTINCT username) >= 5
   AND COUNT(*) >= 8;
🎯
Warum das wichtig ist:Klassische Brute-Force-Methode konzentriert sich auf einen einzelnen Benutzer (Administrator, Administrator, Root). Beim Credential Stuffing probiert der Angreifer 10–50 verschiedene E-Mails/Benutzer mit einem Passwort aus. zwei Verhaltensweisenganz anderssollte erkannt werden.

Regel 3: RDP-Angriff

Besonders LogonType=10 für aggressive Schwelle.

AUSWÄHLEN 
    src_ip,
    Benutzername,
    COUNT(*) AS-Versuche
AUS Protokollen
WO event_id = 4625
  AND (extra->>'logon_type')::int = 10 -- RDP
  AND ts > NOW() - INTERVALL '5 Minuten'
GROUP BY src_ip, Benutzername
HAVING COUNT(*) >= 3;

Der Schwellenwert für RDP ist niedriger (3 in 5 Minuten), weilRDP Brute Force hat eine hohe Erfolgschanceund sofortiges Eingreifen ist erforderlich.

Regel 4: Benutzeraufzählung

Vor einem Angreifergültige Benutzerversucht zu finden (0xC0000064), errät dann das Passwort. Wenn Sie diese erste Phase überstehen, können Sie den Angreifer blockieren, solange er noch unschuldig ist.

AUSWÄHLEN 
    src_ip,
    COUNT(*) AS enum_attempts,
    COUNT(DISTINCT username) AS unique_targets
AUS Protokollen
WO event_id = 4625
  AND (extra->>'sub_status') = '0xC0000064' – Benutzer nicht gefunden
  AND ts > NOW() - INTERVALL '30 Minuten'
GROUP BY src_ip
HAVING COUNT(*) >= 15;

Wie gehe ich mit Fehlalarmen um?

Brute-Force-Regelnzu Fehlalarmen führenneigt dazu. Die häufigsten Gründe:

  1. Das registrierte Gerätepasswort wurde geändert – Das Passwort desselben Benutzers hat sich geändert, aber ein Sicherungsdienst versucht immer noch, das alte Passwort zu verwenden.
  2. Passwort für geplante Aufgabe vergessen — Eine seit Jahren laufende Aufgabe stürzt mit einem geänderten Passwort im AD ab.
  3. langsamer Laptop — Bildschirm gesperrt, ohne dass der Benutzer ein Passwort eingibt, dann ungeschickte Anmeldeversuche.
  4. WLAN für Mobiltelefone – Geräte, die versuchen, eine Verbindung mit dem alten WLAN-Passwort herzustellen.

Um echte Brute-Force-Ereignisse von falsch-positiven Ergebnissen zu unterscheiden, achten Sie auf die folgenden Anzeichen:

Protokollsammlung mit NXLog

So senden Sie das Windows-Ereignisprotokoll an ein SIEMNXLog Gemeinschaft Editionder praktischste Weg. Kostenlos, ab 15 Jahren, stabil.

Eine einfache Konfiguration:

<Ereignisprotokoll eingeben>
    Modul im_msvistalog
    Abfrage <QueryList>\
        <Abfrage-ID="0">\
            <Pfad auswählen="Sicherheit">\
                *[System[(EventID=4624 oder EventID=4625 oder EventID=4740)]]\
            </Auswählen>\
        </Abfrage>\
    </QueryList>
    Exec $Message = to_json();
</Eingabe>

<Output oxisec>
    Modul om_udp
    Hosten Sie siem.example.com
    Port 5515
    Exec to_syslog_ietf();
</Ausgabe>

<windows_auth weiterleiten>
    Pfad eventlog => Oxysec
</Route>

Diese Konfiguration erfasst nur drei authentisierungsbezogene Ereignisse (Anmeldung erfolgreich, Anmeldefehler, Kontosperrung). Anstatt das gesamte Sicherheitsprotokoll zu sendenselektivist sowohl für die Bandbreite, den Speicher als auch für die SIEM-Leistung von entscheidender Bedeutung.

📦
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Nächste Schritte

In diesem Leitfaden werden die Grundlagen der Brute-Force-Erkennung umfassend behandelt. Für Leser, die noch weiter gehen wollen:

Artikel zu diesen Themen folgen in Kürze.

Zusammenfassung

  1. Ereignis-ID 4625Windows ist das Standardsignal für fehlgeschlagene Anmeldungen
  2. LogonType unterscheidet den Angriffstyp: Typ 3 (Netzwerk), 10 (RDP), 8 (Klartext) kritisch
  3. SubStatus gibt den Grund für das Scheitern an: 0xC000006A brute force, 0xC0000064 enumerasyon
  4. Vier Grundregeln: klassische Brute Force, Credential Stuffing, RDP-Angriff, Benutzeraufzählung
  5. Umgang mit FehlalarmenIP-Quelle + Benutzer + ZeitKontext verwenden
  6. Die Erfassung mit NXLog ist kostenlos und in 5 Minuten eingerichtet

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